So werden die Kosten berechnet
Der Rechner zählt jeden Kostenanteil einzeln zusammen. So siehst du genau, wohin das Geld geht.
Filament
Filamentkosten = Druckgewicht ÷ Spulengewicht × SpulenpreisStrom
kWh = Leistung in Watt ÷ 1000 × DruckstundenStromkosten = kWh × Strompreis pro kWhErweiterter Modus
Verschleiß = (Druckerpreis ÷ Lebensdauer in Stunden + Wartung pro Stunde) × DruckstundenFehldrucke = (Filament + Strom + Verschleiß) × (1 ÷ (1 − Fehlerquote) − 1)Arbeitszeit = Minuten ÷ 60 × StundensatzVerkaufspreis = Gesamtkosten × (1 + Aufschlag)Rechenbeispiel
Ein Handyhalter braucht 150 g PLA von einer 1-kg-Spule für 20 €, der Druck dauert 6 Stunden. Der Drucker zieht im Schnitt 120 W, der Strom kostet 0,30 € pro kWh.
| Posten | Rechnung | Kosten |
|---|---|---|
| Filament | 150 ÷ 1000 × 20 € | 3,00 € |
| Strom | 0,12 kW × 6 h = 0,72 kWh × 0,30 € | 0,22 € |
| Summe (Schnellmodus) | 3,22 € | |
| Druckerverschleiß | 500 € ÷ 5000 h × 6 h | 0,60 € |
| Fehldrucke (5 %) | 3,82 € × 0,0526 | 0,20 € |
| Deine Zeit | 10 Min. bei 20 €/h | 3,33 € |
| Summe (Erweitert) | 7,35 € |
Der Strom macht hier nur knapp 7 % der Kosten im Schnellmodus aus. Sobald du deine eigene Zeit mitrechnest, sind die echten Kosten mehr als doppelt so hoch. Ein Verkaufspreis, der nur auf dem Filament beruht, ist deshalb meist zu niedrig. Mit 200 % Aufschlag läge dieser Halter bei etwa 22,05 €.
Tipps für genaue Werte
- Nimm das Nettogewicht des Filaments (meist 1 kg), nicht das Gewicht mit Spule.
- Lies Gewicht und Druckzeit im Slicer ab, mit genau dem Modell und den Einstellungen, die du druckst.
- Verwende den Arbeitspreis pro kWh aus deiner Stromrechnung, inklusive Steuern.
- Miss deinen Drucker einmal mit einem Strommessgerät, dann kennst du seinen echten Durchschnitt.
Häufige Fragen
Was kostet ein 3D-Druck?
Bei einem einfachen PLA-Druck für dich selbst ist das Filament meist der größte Posten, der Strom ist gering. Ein 150-g-Druck mit Filament für 20 € pro Kilogramm kostet rund 3 € Material. Wenn du Drucke verkaufst, ist deine eigene Arbeitszeit oft der größte Kostenfaktor.
Wie viel Strom verbraucht ein 3D-Drucker?
Viele FDM-Drucker für den Schreibtisch verbrauchen beim Drucken mit PLA im Schnitt grob 80 bis 150 W. Ein beheizter Bauraum, hohe Betttemperaturen oder ABS erhöhen den Verbrauch. Die Angabe auf dem Netzteil (zum Beispiel 350 W) ist der Höchstwert, nicht der Durchschnitt. Mit einem Strommessgerät für die Steckdose bekommst du den genauen Wert deines Druckers.
Wo finde ich das Gewicht des Drucks?
Slice das Modell. Die meisten Slicer, etwa Bambu Studio, PrusaSlicer, OrcaSlicer und Cura, zeigen den Filamentverbrauch in Gramm und die geschätzte Druckzeit in der Vorschau an.
Soll ich Fehldrucke einrechnen?
Ja, wenn du Drucke verkaufst oder lange Druckjobs hast. Bei 5 % Fehldrucken brauchst du im Schnitt etwa 1,05 Versuche pro gutem Teil. Der Rechner verteilt das zusätzliche Filament, den Strom und die Maschinenzeit auf jeden Druck.
Welchen Aufschlag sollte ich beim Verkauf nehmen?
Das hängt von deinem Markt und vom Nachbearbeitungsaufwand ab. Viele Verkäufer verlangen das Zwei- bis Vierfache ihrer Kosten, damit auch Design, Inserate und Kundenkontakt bezahlt sind. Schau dir vorher an, was ähnliche Artikel kosten.
Ist das so genau wie mein Slicer?
Der Rechner macht aus deinen Angaben die Kosten, er sagt Filament und Zeit nicht selbst voraus. Nimm Gewicht und Druckzeit aus dem Slicer, dann ist das Ergebnis so genau wie diese Werte und deine Preise.
Zuletzt aktualisiert: 27. Oktober 2026